Siegmar Zacharias & Judith Hamann: WAVES #6 – Listening Sessions Towards Social Bodies

Die Listening Sessions finden auf Zoom statt und sind offen für alle. Sie bestehen aus einer Einführung, einer gemeinsamen Hörerfahrung und einem integrierten Austausch der Teilnehmer*innen. Wir empfehlen, die Listening Sessions mit Kopfhörern zu hören. Für die Teilnahme muss die Software Zoom heruntergeladen und deren Datenschutzerklärung zugestimmt werden. Eine Zoom-Anleitung (auf Englisch) finden Sie HIER.

Waves #6: Vibrare versucht, die Fähigkeit der Vibration zwischen Körpern als etwas zu verstehen, das einen haptischen Raum bewohnt: einen Raum der Verbindung und „Berührung“ durch mitfühlende Formen der Resonanz. Ausgehend von der Arbeit mit Brummen, Schütteln und relationalen Rahmen für die Erforschung harmonischer und texturaler Klangerfahrungen wird Judith Hamanns Session auch ihre Arbeit an der Empfindung des Zusammenbruchs als generativer Ort der Möglichkeit, als spekulative Klangoberfläche oder als Membran für Gefühle fortsetzen.

Eine Welle ist eine Störung, die Energie von einem Ort zum anderen bewegt. Wellen bewegen sich durch Materie und Raum. Licht reist durch das Universum und verbindet Himmelskörper. Schall kreist um den Planeten, durch Wasserkörper und Materie. Seismische Wellen erschüttern den Grund, auf dem wir leben. Von Mai bis Dezember 2021 bieten Siegmar Zacharias und ihr Team gemeinsam mit dem FFT Düsseldorf und den Sophiensælen Berlin eine Reihe von Listening Sessions an, um dieses Erschüttert- und Verbunden-Sein durch Wellen sensorisch und affektiv zu erfahren. Die Listening Sessions sind Klangmeditationen, um gemeinsam in einem Raum zu verweilen, in dem wir nicht allein sein müssen. Aufbauend auf einer feministischen Praxis des Nährens und Regenerierens wollen wir ein transformatives Beben unterstützen und dabei fragen: Wie können wir anders zusammen sein. Gleichzeitig wollen wir auch die Trauer anerkennen, die in dieser Zeit präsent ist.
WAVES ist ein Angebot, gemeinsam zu üben, unsere Körper als Resonanzräume füreinander zu geben, um in den wilden Räumen der Trauer, der Freude, des Heilens zusammen zu sein. Lasst uns die Energie sammeln, die wir brauchen, um etwas zu verändern.

Siegmar Zacharias (RO/D) arbeitet mit verschiedenen Formaten – Performances,  Lectures und Installationen –, die sich mit der Neben- und Gegenüberstellung von Theorie und Material beschäftigen. Dabei changieren diese ästhetisch zwischen Arbeit und Humor, Do-It-Yourself Low- und High-Tech. Gezeigt wurden ihre Arbeiten bereits national und international in Theaterhäusern und auf Festivals, in Galerien und Konferenzen, in Gewächshäusern, im Wald und im Himmel. Gegenstand ihrer Kunst sind die Fragen nach Co-Autorenschaft, der Rolle des Publikums, und der Bildung von affektivem Wissens- und Erfahrungsschatz. Zacharias ist Mitglied des Kollektivs SXS Enterprise und Mitbegründerin der künstlerischen Austausch- und Forschungsplattform WOW – WE WORK HERE. Neben ihrer Kunst ist sie ebenfalls als Dozentin tätig – u. a. am DasArts (NL), DOCH (SWE), am HZT Berlin und an der Folkwang Universität Essen. Ihre Arbeiten entwickeln Formate von Performances, immersiven Installationen, diskursiven Begegnungen, die sich mit Fragen der generativen ethischen Dynamik von Transformation befassen: Ökologien künstlerischer und sozialer Praxis, agency, Traumaarbeit, death-positivity. Sie arbeitet mit Menschen und unkontrollierbarem Material wie Rauch, Schleim und dem Nervensystem. So entstanden zum Beispiel SLIME DYNAMICS (Sophiensæle Berlin, FFT Düsseldorf), Drooling Lecture (Tanznacht & MontagsModus Berlin, Centro Centro Madrid, Forum Amsterdam, FFT Düsseldorf). Mit der Idee, künstlerische Forschung öffentlich zu betreiben, entwickelte sie unter dem Titel Training für politische Vorstellungskraft seit 2017 24-stündige immersive, kuratorische Projekte, in denen Forscher*innen, Künstler*innen, Aktivist*innen eingeladen waren, ihre Arbeit mit dem Publikum zu teilen. Es entstanden Veranstaltungen wie: The Other Thing (MDT Stockholm 2017), Intimacy with Death (Agora Berlin 2018), Posthuman Solidarities (FFT Düsseldorf 2019), ANIMAterialities – The Future of Grief (FFT Düsseldorf 2020).

Judith Hamann ist eine Cellistin und Performerin/Komponistin aus Narrm/Melbourne, Australien. Sie ist seit langem als eine der führenden australischen Cellistinnen für zeitgenössische Musik anerkannt (RealTime Arts) und als Komponistin, die die Fiktion des Musikers, der außerhalb konventioneller Parameter lebt und arbeitet, zerstört und an ihre Stelle eine Reihe von Kompositionen setzt, die grundlegend menschlich sind (Louise Grey, WIRE Magazine). Ihre Arbeit umfasst Performance, Improvisation, elektroakustische Komposition, Feldaufnahmen, Elektronik, ortsspezifische generative Arbeit und mikrotonale Systeme in einer tief durchdachten, prozessbasierten kreativen Praxis. In der Vergangenheit konzentrierten sie sich vor allem auf die Performance als Prozess/Praxis, die in vielen Kontexten und an vielen Orten stattfand. Dazu gehörten Veranstaltungen wie Tectonics, Sonic Acts (Amsterdam), Maerzmusik (Berlin), The Los Angeles Philharmonic Fluxus Festival (LA), Tokyo Experimental Festival (Tokyo), AURAL (Mexico City), SiDance Festival (Seoul), No Idea Festival (Austin) und Dark Mofo (Hobart). Judiths Arbeiten wurden bereits bei Labels wie Blank Forms, Black Truffle, Another Timbre, Longform Editions, Marginal Frequency und dem Audiograft Festival der Sonic Arts Research Unit veröffentlicht. Judith hat einen Doktortitel in Musikwissenschaften von der University of California, San Diego.

Komposition Judith Hamann hosting Siegmar Zacharias

Siegmar Zacharias & Samuel Hertz: WAVES #5 – Listening Sessions Towards Social Bodies

Ground Swell arbeitet mit den niedrigen und langsamen Schwingungen der Geophonie, um sich eine Verlängerung der Zeiträume des Hörens und Fühlens vorzustellen. Wie können die Zeiträume unserer Hörwelten gedehnt, erweitert und ausgedehnt werden, um neue Räume und Zeiträume der Aufmerksamkeit und Wahrnehmung zu schaffen? Mit Hilfe sensibler Feldaufnahmegeräte werden ausgedehnte Skalen und Zeitabläufe von Klängen aufgedeckt, die darauf abzielen, eine zeitliche Somatik durch Klang (neu) zu orientieren. WAVES ist ein Angebot, gemeinsam zu üben, unsere Körper als Resonanzräume füreinander zu geben, um in den wilden Räumen der Trauer, der Freude, des Heilens zusammen zu sein.

Von Mai bis Dezember 2021 bieten Siegmar Zacharias und ihr Team gemeinsam mit dem FFT Düsseldorf und den Sophiensælen Berlin eine Reihe von Listening Sessions an, um dieses Erschüttert- und Verbunden-Sein durch Wellen sensorisch und affektiv zu erfahren. Die Listening Sessions sind Klangmeditationen, um gemeinsam in einem Raum zu verweilen, in dem wir nicht allein sein müssen. Aufbauend auf einer feministischen Praxis des Nährens und Regenerierens soll ein transformatives Beben unterstützt werden, während gleichzeitig auch die komplizierte Trauer, die in dieser Zeit präsent ist, anerkannt wird. Eine Kernfrage dabei lautet: Wie können wir anders zusammen sein? 

Siegmar Zacharias (RO/D) arbeitet mit verschiedenen Formaten, die sich mit der Neben- und Gegenüberstellung von Theorie und Material beschäftigen. Dabei changieren diese ästhetisch zwischen Arbeit und Humor, Do-It-Yourself Low- und High-Tech. Gezeigt wurden ihre Arbeiten bereits national und international in Theaterhäusern und auf Festivals, in Galerien und Konferenzen, in Gewächshäusern, im Wald und im Himmel. Zacharias ist Mitglied des Kollektivs SXS Enterprise und Mitbegründerin der künstlerischen Austausch- und Forschungsplattform WOW – WE WORK HERE. Neben ihrer Kunst ist sie ebenfalls als Dozentin tätig. Sie arbeitet mit Menschen und unkontrollierbarem Material wie Rauch, Schleim und dem Nervensystem. So entstanden zum Beispiel SLIME DYNAMICS und Drooling Lecture. Mit der Idee, künstlerische Forschung öffentlich zu betreiben, entwickelte sie unter dem Titel Training für politische Vorstellungskraft seit 2017 24-stündige immersive, kuratorische Projekte, in denen Forscher*innen, Künstler*innen, Aktivist*innen eingeladen waren, ihre Arbeit mit dem Publikum zu teilen. Es entstanden Veranstaltungen wie: The Other Thing (MDT Stockholm 2017), Intimacy with Death (Agora Berlin 2018), Posthuman Solidarities (FFT Düsseldorf 2019), ANIMAterialities – The Future of Grief (FFT Düsseldorf 2020).

Samuel Hertz (geb. 1987 in Washington, D.C., USA) ist ein in Berlin ansässiger Klangkünstler und Forscher, der Verbindungen zwischen Klang und Klima erforscht und dabei geologische, ökologische und soziale Hörpraktiken auf mehr als nur menschlicher Ebene betont. Er studierte Komposition bei Pauline Oliveros, Fred Frith, Zeena Parkins und Maggi Payne am Mills College. Hertz‘ Performances umfassen ein breites Spektrum an Medien, darunter IMAX-Filme, Surround-Sound-Installationen, interstellare Übertragungen und Doom-Metal-Konzerte. Er ist Autor von neun Aufsätzen über die Beziehungen zwischen Klang und Umwelt, darunter eine aktuelle Arbeit für das Onassis Institute und Beiträge zu einem kommenden Buch der Universität für angewandte Kunst Wien. Frühere Arbeiten von ihm wurden unter anderem beim Ars Electronica Festival 2020 (AT), im Palais de Tokyo (FR), in Fylkingen (SE), im National Science + Media Museum (UK) und in Opera North (UK) präsentiert. In letzter Zeit widmet Hertz seine Zeit DOOM (mit Layton Lachman), einer Dauerperformance in Form eines Doom-Metal-Konzerts, die demnächst beim BONE Festival for Performance Art (CH) und bei den Tanztagen Berlin 2022 der Sophiensæle aufgeführt wird. 

Komposition Samuel Hertz Hosting Siegmar Zacharias

Eine Produktion von Siegmar Zacharias in Koproduktion mit SOPHIENSÆLE und FFT Düsseldorf. Unterstützt durch das NATIONALE PERFORMANCE NETZ – STEPPING OUT, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen der Initiative NEUSTART KULTUR. Hilfsprogramm Tanz sowie der Gwaertler Stiftung. Medienpartner: taz. die tageszeitung

Siegmar Zacharias + Steve Heather: Waves #4 – Listening Sessions Towards Social Bodies

18. Oktober 2021

  1. Siegmar Zacharias & Judith Hamann WAVES #6 – Listening Sessions Towards Social Bodies
  2. Siegmar Zacharias & Steve Heather: Waves #5 – Listening Sessions Towards Social Bodies
  3. Siegmar Zacharias & Steve Heather: Waves #4 – Listening Sessions Towards Social Bodies
  4. Siegmar Zacharias & Steve Heather: Waves #3 – Listening Sessions Towards Social Bodies

#4 Re-Generation

Re-Generation lädt ein zu einer Praxis des Zuhörens mit dem ganzen Körper. Gemeinsam werden die Körper der Zuhörer*innen zu Resonanzräumen füreinander, um in den wilden Räumen der Trauer, der Freude und des Genießens zusammen mit vielen Generationen zu sein, tot oder lebendig. Siegmar Zacharias und Steve Heather laden ein, sich auf die transformative Kraft der kollektiven Trauer, der kollektiven Re-Generation, des kollektiven Hörens auf die Stimmen der Vorfahren, der Geborenen und der Ungeborenen einzulassen.

Re-Generation ist Teil der Reihe WAVES, einer Reihe von Listening Session, die per Zoom stattfinden. Gemeinsam erfahren die Hörer*innen, dass man durch Wellen erschüttert und zugleich miteinander verbunden sein kann. Die Veranstaltungen sind Klangmeditationen, um sich gemeinsam in einen Raum zu begeben, in dem wir nicht allein sein müssen. Aufbauend auf einer feministischen Praxis der Fürsorge und Regeneration wollen wir ein transformatives Beben unterstützen und fragen: Wie können wir anders zusammen sein?

Re-Generation ist Teil einer Reihe von Listening Sessions, die von Mai bis Dezember 2021 gemeinsam von den Sophiensælen und dem FFT Düsseldorf gehostet werden.

Siegmar Zacharias (RO/D) arbeitet mit verschiedenen Formaten, die sich mit der Neben- und Gegenüberstellung von Theorie und Material beschäftigen. Dabei changieren diese ästhetisch zwischen Arbeit und Humor, Do-It-Yourself Low- und High-Tech. Gezeigt wurden ihre Arbeiten bereits national und international in Theaterhäusern und auf Festivals, in Galerien und Konferenzen, in Gewächshäusern, im Wald und im Himmel. Zacharias ist Mitglied des Kollektivs SXS Enterprise und Mitbegründerin der künstlerischen Austausch- und Forschungsplattform WOW – WE WORK HERE. Neben ihrer Kunst ist sie ebenfalls als Dozentin tätig. Sie arbeitet mit Menschen und unkontrollierbarem Material wie Rauch, Schleim und dem Nervensystem. So entstanden zum Beispiel SLIME DYNAMICS und Drooling Lecture. Mit der Idee, künstlerische Forschung öffentlich zu betreiben, entwickelte sie unter dem Titel Training für politische Vorstellungskraft seit 2017 24-stündige immersive, kuratorische Projekte, in denen Forscher*innen, Künstler*innen, Aktivist*innen eingeladen waren, ihre Arbeit mit dem Publikum zu teilen. Es entstanden Veranstaltungen wie: The Other Thing (MDT Stockholm 2017), Intimacy with Death (Agora Berlin 2018), Posthuman Solidarities (FFT Düsseldorf 2019), ANIMAterialities – The Future of Grief (FFT Düsseldorf 2020).

STEVE HEATHER (AU-DE) ist ein Berlin ansässiger Musiker (Schlagzeug, Percussion, Elektronik), Komponist, Performance- und Installationskünstler. Der in Melbourne, Australien, geborene Steve studierte Schlagzeug/Improvisation am Victoria College of the Arts und Performancekunst bei Das Arts, Amsterdam. Steve interessiert sich für die sich wiederholenden akustischen Gebiete des täglichen Lebens, die individuelle und gemeinschaftliche Schall-Agency informieren.  Seine Forschung dreht sich um die Körperlichkeit von Schallgrenzen und darum, wie sie kompositorische Methoden, Materialien und Strukturen zusammen mit den körperlichen Lesungen der Hörer*innen informiert. Seine Musik ist eine Kollision aus fesselnder Einfachheit und flüchtiger Komplexität, voller Lärm und Verräumlichung, plötzlichen Verknüpfungen und Resonanzen. Steve Heathers aktuelle Musikprojekte/Bands durchkreuzen Genredefinitionen und siedeln sich in unterschiedlichen Territorien gleichermaßen an: Avantgarde, Free Jazz, Noise, Drone Rock:  THE STILL, BOOKLET, ** Y **, SHELTER. Er ist Mitbegründer und Co-organisator von THE SPLITTER ORCHESTRA, einem 25-köpfigen Improvisationsorchester.

KONZEPT, KOMPOSITION, STIMME Siegmar Zacharias KOMPOSITION, SOUNDDESIGN Steve Heather PRODUKTIONSASSISTENZ Nele Riepl

Eine Produktion von Siegmar Zacharias in Koproduktion mit SOPHIENSÆLE. Unterstützt durch das NATIONALE PERFORMANCE NETZ – STEPPING OUT, gefördert von der Beauftragten der Bundesregie-rung für Kultur und Medien im Rahmen der Initiative NEUSTART KULTUR. Medienpartner: Berlin Art Link, taz.die tageszeitung, tipBerlin

Siegmar Zacharias + Neha Chriss: Waves #2 – Listening Sessions Towards Social Bodies

23. Juni 2021

#2 Chronotopia

Chronotropia sammelt die zyklischen Bewegungen des Herzens und teilt klangliche Beziehungen mit den Zuhörer*innen. Es lädt dazu ein, sich mit unseren Herzen und Körpern über die Distanz zu verbinden und die Resonanzfrequenzen der Herzsynchronisation zu erleben.

Eine Welle ist eine Störung, die Energie von einem Ort zum anderen bewegt. Wellen bewegen sich durch Materie und Raum. Licht reist durch das Universum und verbindet Himmelskörper. Schall kreist um den Planeten, durch Wasserkörper und Materie. Seismische Wellen erschüttern den Grund, auf dem wir leben.

Von Mai bis Dezember 2021 bieten Siegmar Zacharias und ihr Team gemeinsam mit dem FFT Düsseldorf und den Sophiensælen Berlin eine Reihe von Listening Sessions an, um dieses Erschüttert- und Verbunden-Sein durch Wellen sensorisch und affektiv zu erfahren. Die Listening Sessions sind Klangmeditationen, um gemeinsam in einem Raum zu verweilen, in dem wir nicht allein sein müssen. Aufbauend auf einer feministischen Praxis des Nährens und Regenerierens wollen wir ein transformatives Beben unterstützen und dabei fragen: Wie können wir anders zusammen sein. Gleichzeitig wollen wir auch die Trauer anerkennen, die in dieser Zeit präsent ist.

WAVES ist ein Angebot, gemeinsam zu üben, unsere Körper als Resonanzräume füreinander zu geben, um in den wilden Räumen der Trauer, der Freude, des Heilens zusammen zu sein. Lasst uns die Energie sammeln, die wir brauchen, um etwas zu verändern.

NÄCHSTER TERMIN: 02. Juli 2021

Siegmar Zacharias (RO/D) arbeitet mit verschiedenen Formaten – Performances,  Lectures und Installationen –, die sich mit der Neben- und Gegenüberstellung von Theorie und Material beschäftigen. Dabei changieren diese ästhetisch zwischen Arbeit und Humor, Do-It-Yourself Low- und High-Tech. Gezeigt wurden ihre Arbeiten bereits national und international in Theaterhäusern und auf Festivals, in Galerien und Konferenzen, in Gewächshäusern, im Wald und im Himmel. Gegenstand ihrer Kunst sind die Fragen nach Co-Autorenschaft, der Rolle des Publikums, und der Bildung von affektivem Wissens- und Erfahrungsschatz. Zacharias ist Mitglied des Kollektivs SXS Enterprise und Mitbegründerin der künstlerischen Austausch- und Forschungsplattform WOW – WE WORK HERE. Neben ihrer Kunst ist sie ebenfalls als Dozentin tätig – u. a. am DasArts (NL), DOCH (SWE), am HZT Berlin und an der Folkwang Universität Essen. Ihre Arbeiten entwickeln Formate von Performances, immersiven Installationen, diskursiven Begegnungen, die sich mit Fragen der generativen ethischen Dynamik von Transformation befassen: Ökologien künstlerischer und sozialer Praxis, agency, Traumaarbeit, death-positivity. Sie arbeitet mit Menschen und unkontrollierbarem Material wie Rauch, Schleim und dem Nervensystem. So entstanden zum Beispiel SLIME DYNAMICS (Sophiensæle Berlin, FFT Düsseldorf), Drooling Lecture (Tanznacht & MontagsModus Berlin, Centro Centro Madrid, Forum Amsterdam, FFT Düsseldorf). Mit der Idee, künstlerische Forschung öffentlich zu betreiben, entwickelte sie unter dem Titel Training für politische Vorstellungskraft seit 2017 24-stündige immersive, kuratorische Projekte, in denen Forscher*innen, Künstler*innen, Aktivist*innen eingeladen waren, ihre Arbeit mit dem Publikum zu teilen. Es entstanden Veranstaltungen wie: The Other Thing (MDT Stockholm 2017), Intimacy with Death (Agora Berlin 2018), Posthuman Solidarities (FFT Düsseldorf 2019), ANIMAterialities – The Future of Grief (FFT Düsseldorf 2020).

NEHA CHRISS ist Para-Akademiker*in, Software-Ingenieur*in, Sounddesigner*in und Noise Artist*in und befragt das Gebiet der Neurophysiologie. Als schwarze trans Künstler*in untersucht ihre Arbeit nicht-duale konzeptuelle Isolationen und Integrationen, Rehabilitationsökologien und prosoziales Verhalten. Ihr jüngster Fokus liegt auf der Polyvagaltheorie und politischen Solidaritäten. Nehas Praktiken umfassen sowohl zeitliche als auch viszerale Methoden und decken Isometrien und kritische Theorien in der Nähe von Hörphänomenen, psychoemotiven Zuständen, gesellschaftspolitischer Bewegung und Trauma-Genesung auf. Nehas Arbeiten werden über digitale Tonproduktions- und Audioprogrammiersprachen unterstützt. Hexing the Space – Recombinant Festival, Gray Area, SF, CA, Gravity Collapse – Pro Arts Oakland, CA, Dissotiation und Sicherheitsgefühl, Polyvagaltheorie und politische Solidarität – FFT Düsseldorf: Training for political imaginaries: initiiert von Siegmar Zacharias

Komposition, Hosting Neha Chriss Konzept, Hosting Siegmar Zacharias 

Eine Produktion von Siegmar Zacharias in Koproduktion mit SOPHIENSÆLE und FFT Düsseldorf. Unterstützt durch das NATIONALE PERFORMANCE NETZ – STEPPING OUT, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen der Initiative NEUSTART KULTUR. Hilfsprogramm Tanz sowie der Gwaertler Stiftung. Medienpartner: taz. die tageszeitung